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Archiv für Januar 2010

Muss die Bundesbank ihre Goldreserven abschreiben?

Unter amerikanischem Druck hatte die Deutsche Bundesbank seit den Sechzigerjahren einen Teil ihrer Währungsreserven
treuhänderisch in Form von Gold an die US Federal Reserve Bank auslagern müssen.Vor dem Hintergrund der Weltfinanzkrise will die Bundesbank das deutsche Gold nun zurück – doch die US-Regierung weigert sich.

Auf dem Papier ist die Deutsche Bundesbank Eigentümerin von mehr als 3400 Tonnen Gold. Das ist die Währungsreserve der Bundesbank. Sie hat derzeit immerhin einen Wert von über hundert Milliarden Dollar. Mit Ausnahme der Vereinigten Staaten hat kein anderes Land der Welt solche gigantischen Goldreserven. In Zeiten wirtschaftlicher Not lassen deutsche Finanzminister immer wieder mal theoretisch durchspielen, was man mit dem vielen Geld machen könnte. Doch in Anbetracht der katastrophalen deutschen Haushaltslage liess Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nun ernsthaft darüber nachdenken, einen Teil der deutschen Goldreserven zu versilbern.

Der Finanzminister selbst hat keinen Zugriff auf das Bundesbank-Gold. Er kann daher lediglich an die Währungshüter appellieren. Dann kam bei geheimen Gesprächen der Schock: Der Grossteil der deutschen Währungsreserven existiert wohl nur noch auf dem Papier. Ende der Sechzigerjahre hatten die Vereinigten Staaten als damalige Besatzungsmacht ebenso wie Grossbritannien einen finanziellen Ausgleich für die Stationierung britischer und amerikanischer Soldaten auf deutschem Boden von der Bonner Bundesregierung gefordert. Die Bundesrepublik erwirtschaftete damals Jahr für Jahr einen Leistungsbilanzüberschuss. Dieses Geld weckte Begehrlichkeiten. Die Bundesregierung lehnte es damals ab, für britische und amerikanische Soldaten in Deutschland zu zahlen. Doch statt Bargeld zu überweisen, kaufte die Bundesbank an den Finanzhandelsplätzen New York und London Gold ein und überliess der amerikanischen Federal Reserve und der Bank of England treuhänderisch grosse Teile der so erworbenen deutschen Goldreserven.

Im Gegenzug dafür stationierten die USA amerikanische Soldaten in der Bundesrepublik. Mehr als 3300 Tonnen deutsches Gold wurden so seit den Sechzigerjahren treuhänderisch etwa bei der Fed in New York, bei der Bank of England in London – und zum geringen Teil auch bei der Banque de France in Paris – eingelagert. Und faktisch blieben seither nur noch wenige Prozent des Goldes in den Tresoren der Bundesbank zurück.

Schon im Jahre 2003 hatte die deutsche Bundesregierung auf die Kleine Anfrage eines Abgeordneten, wo das Gold der Bundesbank eigentlich gelagert werde, folgende Antwort erhalten: «(…) lässt allerdings auch Goldbestände an wichtigen Goldhandelsplätzen wie z. B. London von den dort ansässigen Zentralbanken verwahren.»

Der Blessing-Brief

Zu verdanken hat die Bundesregierung die Einlagerung des Goldes der Bundesbank in den USA einem Herrn Karl Blessing, der von 1958 bis Dezember 1969 die Bundesbank leitete. Blessing sicherte der Fed am 30. Mai 1967 schriftlich zu, dass die Bundesrepublik ihre Dollar so lange nicht gegen Gold eintauschen werde, wie amerikanische Soldaten auf deutschem Boden stationiert seien. Allein 1967 bis 1969 lagerte die Deutsche Bundesbank dann Gold im damaligen Gesamtwert von vier Milliarden Dollar bei der Fed ein. In einem Interview, das Karl Blessing kurz vor seinem Tode im Mai 1971 dem «Spiegel» gab (Überschrift «Der Brief gilt leider noch heute»), sagte der frühere Bundesbank-Präsident: «Dann kam die Geschichte mit den Truppen.» Und der «Spiegel» fragte: «Sie meinen die Drohung der Amerikaner: Wenn ihr den Dollar nicht auf diese Weise stützt, ziehen wir die Truppen aus der Bundesrepublik zurück?» Darauf antwortete Karl Blessing: «(…) aber die Drohung war immer im Hintergrund da. Der Brief gilt leider heute noch, den ich damals geschrieben habe.»

Nun gibt es Menschen, die halten die Einlagerung der deutschen Goldreserven in New York für eine Verschwörungstheorie. Denen entgegnete der langjährige FAZ-Wirtschaftskorrespondent Gerald Braunberger schon im April 2005: «Die Goldreserven der Bundesbank lagern übrigens nur zu einem geringen Teil in deutschen Tresoren. Der grössere Teil befindet sich im Ausland, überwiegend wohl in New York, wo die Federal Reserve Bank an der Südspitze Manhattans 25 Meter unter der Erde (…) Gold bunkert. (…) Genaue Angaben sind nicht zu erhalten, doch soll deutsches Gold auch in London liegen. (…) Die Bundesbank hatte das Edelmetall an den führenden Goldhandelsplätzen New York und London gekauft und dort belassen.»

Der «Blessing-Brief» ist auch heute noch verbindlich. Und er diente der Obama-Regierung und der Fed nun als Argument dafür, das deutsche Ersuchen um Rückführung von Teilen des treuhänderisch bei der Fed eingelagerten Goldes empört abzulehnen. Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat das amerikanische Schatzamt keine Überprüfung der bei der Fed eingelagerten fremden Goldbestände mehr zugelassen. Fachleute der Bundesbank, denen ebenfalls die Überprüfung der eingelagerten deutschen Goldbestände verweigert wird, hegen inzwischen den Verdacht, dass weite Teile des deutschen Goldes längst verkauft wurden, weil jede amerikanische Regierung über Jahrzehnte davon ausgehen konnte, dass die Stationierung von US-Truppen auf deutschem Boden dauerhaft sein werde.

Das deutsche Gold als Faustpfand

Ohne einen diplomatischen Eklat zu provozieren, könnte die Bundesbank somit allenfalls – zeitlich versetzt – immer nur sehr kleine Mengen Gold aus den USA zurückfordern. Das deutsche Gold wurde von Washington bislang als eine Art Pfand gegenüber der Bundesregierung angesehen. Jede Frage nach Rückgabe kommt einer offenen Misstrauensbekundung gleich.

Vor diesem Hintergrund wollen Bundesbank, Bundesregierung und US-Regierung den Streit um die deutschen Goldreserven derzeit um jeden Preis vor der Öffentlichkeit geheim halten. Wie es aussieht, kann die Bundesbank Teile der deutschen Goldreserven abschreiben. Das öffentliche Eingeständnis hätte schlimme Folgen: Die Bundesrepublik würde sofort ihr AAA-Rating verlieren. Im Sinne der Staatsräson muss man also in Berlin wie auch bei der Bundesbank gute Miene zum mutmasslich eher bösen Spiel machen.

Zudem erinnert man sich in Berlin noch gut daran, was passierte, als der französische General de Gaulle 1968 den Amerikanern sein Misstrauen erklärte und die französischen Dollar-Reserven der Pariser Zentralbank bei der Fed gegen Gold eintauschen liess. Das war 1968 noch möglich, es gab noch den Goldstandard (nach de Gaulles Aktion hat Präsident Nixon dann den Goldstandard aufgehoben). De Gaulle liess das gegen die französischen US-Dollar eingetauschte Gold an Bord französischer Kriegsschiffe nach Frankreich bringen. Dieses «Misstrauensvotum » gegen den Dollar und gegen die US-Politik hatte offenkundig schwere Folgen: Im Mai 1968 brachen zuerst in Paris und dann im ganzen Land schwere Unruhen aus, die aus dem Ausland angestossen und koordiniert worden waren.

Eine Lektion erteilt

Geheimdienste hatten schon lange zuvor studentische Kreise «nützlicher Idioten» infiltriert, die man leicht zum Schüren von Unruhen missbrauchen konnte. Frankreich hatte im Zuge der schweren inneren Unruhen 1968 mit Zahlungsbilanzproblemen zu kämpfen – und tauschte von nun an keine Dollar mehr in Gold um. Damit war die Welt von einem Gold- zu einem Dollarstandard übergegangen. Das Nachbarland Deutschland lernte unter dem Eindruck der «68er-Unruhen » eine bis heute gültige Lektion: Wer gegenüber den grossen Mächten offen sein Misstrauen erklärt, der muss sich Sorgen um die innere Ordnung – und um die Stabilität der eigenen Währung – machen. Denn Geheimdienste könnten dazu ermuntert werden, schwerste «soziale Unruhen» zu provozieren. Im Wahljahr 2009 kann daran in Deutschland keine Partei ein Interesse haben. Der Goldschatz der Bundesbank ist auf dem Papier derzeit etwa hundert Milliarden Euro wert. Aber was sind schon 3400 Tonnen Gold gegen die Staatsschulden? Allein für den Banken-Rettungsschirm haftet der Bund mit 480 Milliarden. Der deutsche Staat steht insgesamt mit 1,5 Billionen Euro in der Kreide. Allein wegen der Wirtschaftskrise muss der Bund achtzig Milliarden – also fast den kompletten Gegenwert der virtuellen Währungsreserven – an neuen Krediten aufnehmen. Deutsche Medien verdrängen das Debakel. Ende Mai titelte eine grosse deutsche Zeitung: «Auch Deutschland wird durch den steigenden Gold-Wert reicher.»

Udo Ulfkotte

Quelle: www.kopp-exklusiv.de

Erneut soll ein Informant der deutschen Finanzverwaltung Daten angeboten haben. Fünf Steuersünder sind bereits enttarnt; ihre Fälle wurden als “Testmaterial” übergeben. Insgesamt geht es um 1500 Fälle. Die Ermittler schätzen, dass die Daten rund 100 Millionen Euro an Nachzahlungen bringen könnten. Schäuble prüft das Millionen-Angebot.

Ganzer Text

Sind Journalisten mehr als “Anzeigenumfeldgestalter” für definierte Zielgruppen?

Der Kunde ist König, lautet ein Werbeslogan, und viele Leser einer Zeitung oder Zeitschrift fühlen sich dabei fälschlicherweise angesprochen. Der wahre König ist die werbetreibende Wirtschaft. Die wiederum wird zum Teil durch Mediaeinkaufsagenturen vertreten.

Nahezu alle auflagenstarken Zeitungen und Zeitschriften gehören zu Verlagskonzernen, die ein Ziel haben: Gewinne erwirtschaften.

Und dazu gehört vor allem die Veröffentlichung von Anzeigen. Bild, DieWelt, HörZu, Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost gehören zu Springer, Wirtschaftswoche, Handelsblatt, Die Zeit und Tagesspiegel zu Holtzbrinck, der Kölner Stadt-Anzeiger, die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung zu DuMont-Schauberg, Bravo, Das Neue Blatt und Kicker zu Bauer.

Die Leser sind vor allem Werbe-Zielgruppe. Für eigene Recherchen gibt es kaum Raum. So wird das abgeschrieben, was Bürgermeister, Regierungssprecher, Polizei oder andere Medien von sich geben, vom Verleger gewünscht oder von den Nachrichtenagenturen kolportiert wird – kleinere Lokalzeitungen haben oft nur einen Zulieferer.

Das führt ganz nebenbei dazu, dass sich die Journalisten nicht mit den staatstragenden Institutionen anlegen müssen, problemlos wieder zum nächsten Pressetermin eingeladen werden und vielleicht auch mal ein bisschen mehr zugespielt bekommen. Bei Fachmagazinen gibt es den Einfluss von PR-Agenturen noch gratis dazu.

Fachzeitschriften profitieren besonders von der genauen Erfassung der von der werbetreibenden Wirtschaft vorgegebenen Zielgruppe. PR-Agenturen haben die Aufgabe, im Sinne ihrer Kunden sogenannte Informationen zur Verbreitung zu bringen.

Früher waren das stümperhaft formulierte Texte per Fax. Heute sind es elektronisch übermittelte Videos, leicht kürzbare Textbausteine mit hochwertigem Bildmaterial, verbunden mit der Zusammenkunft in einem 5-Sterne Hotel nebst Abendessen und Bordell-Besuch. Nicht nur für schlecht besetzte Redaktionen eine „echte Arbeitserleichterung“.

Aber auch alle anderen Journalisten stehen im Fadenkreuz der Lobbyisten. Da wird schon mal vergessen, ein Testauto wieder abzuholen, ein neues Produkt wird nicht in Hamburg, sondern auf Hawaii vorgestellt – Flüge, Übernachtung und Hubschrauberrundflug für Journalisten inklusive. Jedenfalls für die Journalisten, die in den letzten Monaten ihre Arbeit ordentlich erledigt haben – aus der Sicht der Veranstalter, versteht sich.

Für die Kontrolle der „ordentlichen Arbeit“ leisten Unternehmen wie Media-Control und Pressebeobachtungsdienste eine wertvolle Hilfe. PR-Abteilungen von Unternehmen, Agenturen und Lobbyvereinigungen lassen sich regelmäßig die Artikel und Fernsehbeiträge, nach Stichworten und Themen vorsortiert, ins Haus kommen.

So wird für einen kritisch gewordenen Journalisten die jährliche Einladung in die Karibik schnell zu einem billigen Kugelschreiberetui für 2,95 EURO – sozusagen als nettes Signal. In der Politikberichterstattung reicht es oft schon, kritische Medien von exklusiven Informationen abzuschneiden. Wer zum Gespräch mit Herrn Schäuble im kleinen Kreis eingeladen wird oder Frau Merkel bei einem Afghanistan-Besuch begleiten darf, hängt vom Wohlverhalten in der Vergangenheit ab.

Um Streuverluste für die Werbewirtschaft zu vermeiden, hat die Redaktion die Aufgabe, die vordefinierte Zielgruppe möglichst genau zu erreichen. Dies betrifft Geschlecht, Alter, Konsumgewohnheiten, Neigungen, Einkommenssituation, Wohnort etc.

Die Themen und Artikelinhalte sind vor allem diesen Vorgaben untergeordnet. Eine Selbstverständlichkeit ist, dass nichts grundsätzlich Kritisches über den Kapitalismus geschrieben wird.

Konforme Berichterstattung

Insgesamt wird vorausgesetzt, dass eine den Eliten angenehme Stimmung erzeugt wird, Debatten und Kritik müssen sich in einem informell vorgezeichneten Kreis bewegen, dürfen sich niemals außerhalb dieses Zirkels bewegen.

Die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich muss hingenommen werden, Hunger ist schlimm, aber unvermeidlich, Kapitalismus ist das beste Wirtschaftssystem, Polizei ist immer gut, Deutschland wird vom „islamistischen“ Terrorismus bedroht, die USA ist unser wichtigster Partner, die offizielle Version des 11. September hat gefälligst zu stimmen, der Lissabon-Vertrag ist gut für Europa, die Hisbollah ist nur mit dem Zusatz „radikalislamistisch“ zu nennen, die Hamas nur in Verbindung mit Iran, Chavez ist als Populist zu bezeichnen, Staaten wie Iran, Nordkorea, Venezuela und Myanmar sollten möglichst in negativen Zusammenhängen dargestellt werden, bei China und Russland kann davon abgewichen werden, wenn es sich um eine für den Westen profitable wirtschaftliche Zusammenarbeit handelt, oder im Fall Kuba, wenn es um Strände und Musik geht.

Dies sind nur ein paar Beispiele für informelle Vorgaben, an die sich Journalisten zu halten haben, wenn sie bei großen westlichen Medien arbeiten wollen.

Talkshows

Besonders deutlich wird die Diskussion innerhalb des Zirkels in den TV-Talkshows, wo immer die gleichen Fragen an einen sich ständig wiederholenden Personenkreis gerichtet werden.

Die Zusammenstellung dieser Gesprächsrunden orientiert sich an den bisherigen Verlautbarungen, Einstellungen und Sichtweisen der potenziell einzuladenden Politiker, sogenannten Experten, Künstlern, Journalisten etc. „Eingekauft“ werden „Karteikartensprüche“, die dann in der Sendung nach einem festgesetzten Schema des Fragens abgerufen werden.

Die „Diskussionsrunden“ werden so zusammengestellt, dass sich die „gebuchten“ Wortbeiträge der Teilnehmer etwas voneinander unterscheiden, ohne dass eine bestimmte Grenze überschritten wird. Inszeniert mit Tempo in der Fragestellung, hitzigem Wortwechsel und gegenseitigem Ins-Wort-Fallen wird dem Zuschauer der Eindruck einer ernsthaften, kontroversen, spannenden Diskussion vermittelt, auch wenn die Fragen der Moderatorin und die Antworten noch so banal sind.

Nachrichtensendungen

Auch die Hauptnachrichtensendungen, für viele die Nr.1 bei der täglichen Informationsbeschaffung, arbeiten immer nach dem gleichen Schema. Wer kennt sie nicht, die hin- und herfahrenden Autos vor dem Kanzleramt, wenn wieder einmal Bildmaterial fehlt.

Einige erinnern sich auch noch an die desolate Berichterstattung während des Zweiten Golfkriegs, an die Auftritte von schlecht informierten Auslandskorrespondenten auf irgendwelchen Hotelbalkons. Zusammenhanglose Kurzmeldungen sollen den Eindruck vermitteln, umfassend über das Weltgeschehen des Tages informiert worden zu sein.

Ein Beispiel aus der Tagesschau vom 1. Juni 2009: Außenminister Steinmeier kam gleich in drei Beiträgen zu Wort, jeweils vom gleichen Interviewstandort aus. Zum Flugzeugunglück Air France erklärte er, dass er auch nicht wisse, wie viele Deutsche an Bord der Passagiermaschine waren.

Seine Wortbeiträge in den gleich darauf folgenden Berichten zu Opel/GM und „Deutschland sagt Danke“ waren auf gleichem Niveau. Oder es werden sogenannte Experten mit einer Krawatte drapiert und als „Analysten“ bezeichnet, um, in der Privatwohnung aufgezeichnet, irgendetwas belanglos zu kommentieren.

Radio

Große Teile der Bevölkerung haben seit Langem das Gefühl, von den Mainstream-Medien nicht ausreichend und objektiv informiert zu werden. Immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit, für drittklassige Berichterstattung Geld auszugeben. Gerade das führt zu vermehrter Internetnutzung und sinkenden Auflagen. Den Medienkonzernen ist es egal, ob das Geld über die Printausgaben oder den Internet-Auftritt hereinkommt.

Sie sind mittlerweile auch an unzähligen Privatradio-Stationen beteiligt, die ihr Geld ausschließlich aus der Werbung beziehen. Mit aus der Lokalzeitung abgelesenen Meldungen, Anruf-spielen und Musik aus vergangenen Jahrzehnten, die weniger GEMA-Gebühren kosten, wird ein billiger Unterhaltungsbrei über die Zuhörer gegossen.

Hunderttausenden wird jeden Tag vorgegaukelt, „5 Minuten früher“ informiert zu werden, was auch immer das für einen Vorteil haben soll.

Zehntausende werden überschüttet mit Staumeldungen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Flitzer-Blitzer, Informationen über angeblich aufgestellte Blitzanlagen für Schnellfahrer, obwohl sie gar kein Auto haben. Unterbrochen wird das Ganze durch „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“. Da sind dann auch die bezahlten Meldungen der PR-Agenturen für die „Redakteure“ ein gefundenes Fressen.

Die großen Parteien in Deutschland förderten in den 1980er-Jahren vehement die Privatisierung des Fernsehens und des Radios, weil sie sich eine konforme und unkritischere Berichterstattung erhofften. Damals ging es noch um die möglichst schnelle Verkabelung der Bundesrepublik, die von der CDU und dem damaligen Postminister Schwarz-Schilling vorangetrieben wurde.

Die Hoffnungen haben sich mehr medienmachtals erfüllt. Aber die Öffentlich-Rechtlichen holen auf. Sie gaben im Fernsehen Qualitätsjournalismus und kritische Sendungen weitgehend auf und beteiligen sich an der uniformierten Berichterstattung. Es verbleiben wenige Oasen. Aber reicht das aus, wenn der Großteil des Programms aus Polka, Soap und Rosamunde Pilcher besteht?

Zeitungen

Es gibt nur noch ganz wenige Regionen in Deutschland, in denen es mehr als eine Lokalzeitung gibt oder die beiden verbliebenen Lokalzeitungen nicht aus ein und demselben Verlag kommen. Die Redaktion kann dann Hofberichterstattung betreiben, ohne dass der Bevölkerung dies durch eine Gegenposition auffällt. Die überregionalen Nachrichten basieren auf Agenturmeldungen.

AP, dpa, Reuters und AFP gaukeln mit wenigen Auslandskorrespondenten und einem löchrigen Netz von freien Mitarbeitern eine umfassende Auslandsberichterstattung vor. Noch eklatanter ist die Situation der internationalen Berichterstattung bei den Fernsehsendern. Ob von einem aktuellen spontanen Ereignis aus erster Hand berichtet werden kann, hängt vom Zufall ab.

In der Bundespressekonferenz soll die Öffentlichkeit über die Regierungspolitik informiert werden. Dazu versammeln sich die Sprecher aller Ministerien dreimal pro Woche, um den „Berlin-Journalisten“ Rede und Antwort zu stehen, und das in einem neutralen Rahmen, denn die Bundespressekonferenz ist ein Verein – das Gebäude gehört allerdings dem Allianz-Konzern.

Eigentlich eine gute Sache, wären da nicht die seichten Fragen der akkreditierten Journalisten und die ausweichenden Antworten der Regierungs- und Ministeriensprecher à la „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hierzu im Moment keine weiter gehenden Aussagen treffen können“.

Bei näherer Betrachtung kann man allerdings feststellen, dass viele der beteiligten Journalisten durchaus zufrieden sind, mit den Verlautbarungen, die dafür vorgesehen sind, unbedingt „transportiert“ zu werden.

Gestandene Lokaljournalisten verlieren sich in ihrer täglichen Arbeit zwischen den Interessen der Werbegemeinschaft Innenstadt, dem Schäferhundzuchtverein und den Ämtern der Stadt.

Noch schlimmer ist es bei den kostenlosen Anzeigen-Blättern, die wöchentlich in die Briefkästen gestopft werden und oft aus dem gleichen Verlag wie die Lokalzeitung kommen. Die schreibende Zunft dieser Postillen muss selbst die Befindlichkeiten des Tapetengeschäftes berücksichtigen oder die des ortsansässigen Ford-Händlers, sind diese doch über die Anzeigen letztlich die Leute, die das Blatt finanzieren.

Fast jeder Bundesbürger erhält solche „Zeitungen“, wenn er sich dagegen nicht vehement zur Wehr setzt, und wird so mit der kleinkarierten Ortsberichterstattung zumindest einmal pro Woche konfrontiert. Das wäre nicht gar so schlimm, wenn nicht diese Anzeigen-Journalisten auch noch über Themen wie Atomkraft und Irak-Krieg schreiben würden, eingebettet in lokale Suppenrezepte und die Termine der nächsten Karnevalssitzungen.

Nirgendwo ist der hohe Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse auffälliger als bei Medien und Universitäten. Gerade diese Institutionen, die sich selbst oft als unabhängig bezeichnen, sorgen durch die ständige Unsicherheit dieser Mitarbeiter bezüglich der jährlichen Vertragsverlängerung für ein jederzeit höriges Verhalten.

Verlage sorgen dafür, dass ihre Volontäre nicht mehr bei unabhängigen Weiterbildungseinrichtungen geschult und dort zum Beispiel im Fach „Recherche“ unterrichtet werden. Sie haben es lieber, wenn ihre Schützlinge in eigenen Ausbildungs-Schmieden auf „flotte Schreibe“ getrimmt werden. Und sie finden auch immer häufiger junge Berufseinsteiger, die sich bereitwillig in das Meinungskorsett pressen lassen – unter dem Motto „Hauptsache ich arbeite bei den Medien“.

Medien und Macht

Eine Grenze zwischen denen, die kontrollieren und berichten sollen, und denen, die kontrolliert werden und über die berichtet wird, besteht nicht. Stattdessen gibt es ein Konglomerat aus Geben und Nehmen, wie nicht nur auf den alljährlich stattfindenden Sommerfesten der Medienkonzerne zu sehen ist. Nicht von ungefähr laufen führende Politiker zunächst zur Bild am Sonntag, um ihre neuesten Verlautbarungen anzudienen.

Gegen diese Medienmacht ist keine Wahl zu gewinnen. Dies sollte auch mit Blick auf Volksbefragungen und andere, an sich sinnvolle, Formen der direkten Demokratie berücksichtigt werden.

Die Eliten achten peinlich genau darauf, dass niemand außerhalb eines festgelegten konformen Personen- und Konzernkreises eine bedeutende Rezipienten-Reichweite gewinnt.

In einer immer wieder so genannten und beteuerten Demokratie sollte es nicht selbstverständlich sein, dass der Informationsfluss zwischen zumindest theoretisch demokratisch organisierten Ebenen wie Bundesregierung und Parlament auf der einen Seite und der Bevölkerung auf der anderen Seite von undemokratisch organisierten Medien gelenkt wird.

Gewalt in Film und Spiel

Gewaltverherrlichung durch Spielfilme, Computerspiele und Sport ist ein weiteres wichtiges Medienthema. Wer schlägt sich nicht gern auf die Seite des Guten, wenn diese Seite zum Beispiel James Bond heißt und im Namen der Majestät arbeitet, auch wenn er 15 bis 60 Menschen pro Film umbringt. Manchmal ist es auch nicht das Gute, sondern einfach der Sieger, der die Zuschauer auf seine Seite zieht, oder der „von uns“.

Das kann ein Schalker oder einfach ein Mitglied der Nationalmannschaft sein. Im Fernsehen wird regelmäßig hautnah und dann noch einmal in Zeitlupe gezeigt, dass Gewalt auf dem Fußballfeld dazugehört. Um ein Tor zu verhindern, darf auch jemand kraftvoll getreten werden. Als Strafe gibt es gelbe Kärtchen und ein Lächeln der Fans. Gerade für Kinder eine bemerkenswerte Lektion, denn am nächsten Tag auf dem Schulhof versuchen Lehrer den Kindern genau das Gegenteil beizubringen.

Am 14. Februar 2008 sendet das ARD-Magazin Panorama aus Hamburg den Beitrag „Auferstanden aus Ruinen“, in dem kurz vor der Landtagswahl in der Hansestadt die DKP und die Partei Die Linke diskreditiert werden. Autorin des Beitrags ist die damals 31-jährige Tamara Anthony. Sie ist zusammen mit zwei Journalistinnen des Springer-Blatts Die Welt im Vorstand von Journalists-Network.

Diese Vereinigung wird nach eigenen Angaben unterstützt von BASF, Daimler, Goldman Sachs, Siemens und Ruhrgas. Im Beirat sitzt ihr Bruder Michael Anthony, Gründer des Netzwerks, früher Reporter für Die Welt, jetzt Sprecher der Allianz SE.

Unpolitische Theaterstücke sind der Fetisch der Intellektuellen, sind der Stoff, mit dem nachdenkliche Menschen abgelenkt werden können – mit Geschichten um Beziehungskatastrophen und Menschheitsmuff der letzten Jahrhunderte ohne Bezug zur heutigen Zeit und zur aktuellen Politik.

Quelle: hintergrund.de

Ich gehe nun zu den Mitteln über, durch die das Haus David für ewige Zeiten gesichert werden soll. Unsere Methode wird auf denselben Grundsätzen beruhen, welche für unsere Weisen in allen Fragen der Welt maßgebend waren, d.h. wir werden die Gedankenrichtung der gesamten Menschheit bestimmen.

Mehrere Mitglieder des Hauses David werden die Könige und ihre Nachfolger auf ihr Amt vorbereiten, wobei die letzteren nicht nach dem Rechte der Erbfolge, sondern nach ihrer besonderen Fähigkeit auserkoren werden. Sie werden sie in die tiefen Geheimnisse der Staatskunst und unsere Pläne einweihen, wobei wir alle Maßnahmen der Vorsicht treffen werden, dass niemand anderer von diesen Geheimnissen erfahre. Hierdurch soll erreicht werden, dass jedermann die Überzeugung gewinne, dass die Regierung nur denjenigen anvertraut werden kann, die in die Geheimnisse der Staatskunst eingeweiht sind.

Nur diese Auserwählten sollen in der Durchführung unserer auf der Erfahrung von Jahrhunderten beruhenden Pläne, in unserer Erkenntnis der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, in dem Geiste der Gesetze unterrichtet sein, welche die Natur selbst aufgestellt hat, um die Beziehungen der Menschen zu regeln.

Die unmittelbaren Nachkommen des Königs werden von der Thronfolge ausgeschlossen werden, wenn sie während ihrer Erziehung Leichtsinn, Weichlichkeit und sonstige Eigenschaften zeigen, die sie zur Regierung unfähig machen oder dem Ansehen des Thrones schaden könnten.

Unsere Weisen werden die Zügel der Regierung nur denjenigen anvertrauen, die die Fähigkeit besitzen, mit unbedingter Festigkeit, ja nötigenfalls selbst mit Grausamkeit zu herrschen.

Im Falle der Erkrankung oder des Verlustes der Willensstärke hat der König die Zügel der Regierung in andere, fähigere Hände zurückzulegen.

Die Pläne des Königs für die Gegenwart, noch mehr aber die für die Zukunft werden selbst seinen nächsten Ratgebern unbekannt sein. Nur der König allein und drei Eingeweihte werden die künftigen Absichten kennen.

In der Person des Königs, der mit unbeugsamen Willen Herr seiner selbst und der Menschheit sein wird, werden alle die Verkörperung des Schicksals und seiner unbekannten Pfade erblicken. Niemand wird wissen, was der König mit seinen Anordnungen erreichen will, niemand wird wagen, seinen unbekannten Weg zu durchkreuzen.

Selbstverständlich muss die geistige Höhe des Königs der Bedeutung der ihm anvertrauten Pläne entsprechen. Daher wird der König den Thron erst besteigen, wenn unsere Weisen seine Fähigkeiten festgestellt haben.

Damit das Volk seinen König kennt und liebt, muss er zu ihm auf den öffentlichen Plätzen sprechen. Dies führt zu der sehr notwendigen Vereinigung der ( ) Kräfte ( ) heutzutage durch den Terror von einander trennen. Dieser Terror war für uns bisher unerlässlich, denn nur dank ihrer Trennung konnten wir uns die beiden Kräfte unterwerfen.

Der König der Juden darf sich von keiner Leidenschaft, insbesondere nicht von der Sinnlichkeit beherrschen lassen; tierische Triebe, die seine geistigen Fähigkeiten schwächen könnten, darf er niemals aufkommen lassen. Sinnlichkeit zerstört mehr als jede andere Leidenschaft die Fähigkeit des Geistes und die Klarheit des Blickes; sie lenkt das Denken auf die schlechteste und am meisten tierische Seite der menschlichen Natur ab.

Der Weltherrscher aus dem heiligen Samen Davids, die Säule der Menschheit, muss alle seine persönlichen Neigungen dem Wohle seines Volkes opfern.

Quelle: www.illuminati.ch/illubb/

Kurz vor der WEF-Eröffnung hat sich in Davos der Kommandant der Bündner Kantonspolizei, Markus Reinhardt, das Leben genommen. Alles deute auf einen Selbstmord des 61-Jährigen hin, sagte Regierungspräsident Claudio Lardi vor den Medien. Die Einsatzleitung für das WEF übernimmt Marcel Suter. (Weiter…)

Um die Völker an Gehorsam zu gewöhnen, muss man sie zur Bescheidenheit erziehen; daher muss die Erzeugung von Luxuswaren eingeschränkt werden. Dadurch werden wir die Moral verbessern, die durch den Wetteifer der Prunksucht verdorben wurde.

Wir werden die handwerksmäßige Arbeit wieder fördern, um die Großindustrie zu schädigen; dies ist auch deshalb notwendig, weil die Fabrikbesitzer oft, wenn auch unbewusst, ihre Arbeiter in regierungsfeindlichem Sinne beeinflussen.

Ein Volk, das sich nur dem Kleingewerbe hingibt, kennt keinen Arbeitsstillstand; es ist mit der bestehenden Gesellschaftsordnung fest verknüpft und unterstützt daher die Regierung. Arbeitslosigkeit ist die größte Gefahr für die Regierung. Für uns wird die Arbeitslosigkeit ihre Rolle ausgespielt haben, sobald die Macht in unseren Händen ist.

Die Trunksucht wird ebenfalls gesetzlich verboten und als Verbrechen gegen die Menschheit bestraft werden, weil der Mensch unter dem Einfluss des Alkohols zum wilden Tier wird.

Die Völker, ich wiederhole es noch einmal, gehorchen blind nur einer starken, vollkommen unabhängigen Macht, die sich mit dem Schwerte in der Hand gegen jede soziale Auflehnung verteidigt. Warum sollten die Menschen einen König mit einer Engelsseele benötigen? Sie müssen in ihm die Verkörperung der Kraft und der Macht erblicken.

Die gegenwärtigen Regierungen führen ihr Dasein inmitten einer von uns entsittlichten Gesellschaft, die sogar die Macht Gottes leugnet, und aus der die Flamme der Anarchie herausschlägt. Unser Herrscher muss daher vor allem dieses verzehrende Feuer löschen und zu diesem Zwecke die heutige Gesellschaft, sei es auch durch Ertränken im eigenen Blute, beseitigen, um sie dann in Gestalt einer richtig organisierten Armee wiedererstehen zu lassen, die bewusst gegen jede den Staatskörper bedrohende Ansteckung ankämpfen wird.

Unser Herrscher wird von Gott auserwählt sein, die sinnlosen Kräfte zu vernichten, die von tierischen Trieben und nicht vom Verstande, von der Rohheit und nicht von der Menschlichkeit gelenkt werden. Diese Kräfte feiern jetzt ihre Siege, indem sie unter dem Scheine des Rechtes und der Freiheit Raub und Gewalttaten ausüben. Sie jede Gesellschaftsordnung zerstört, um nun auf ihren Trümmern den Thron des Königs der Juden zu errichten. Aber ihre Rolle wird ausgespielt sein, sobald unser Herrscher die Regierung vertritt. Dann müssen sie von seinem Wege hinweggeräumt werden, damit kein Hindernis verbleibe.

Dann werden wir den Völkern sagen können: Danket Gott und beuget euch vor dem, der auf seiner Stirn das Zeichen der Vorsehung trägt und dessen Stern Gott selbst lenkt, damit niemand außer ihm die Menschheit von allen Übeln erlöse.

In allem, was ich Ihnen bisher dargelegt habe, bemühte ich mich, Ihnen ein Bild der vergangenen und der gegenwärtigen Ereignisse zu bieten und zu zeigen, wie alles in der Schicksalsströmung dahinwogt. Bald werden Sie die Folgen erkennen. Ich habe Sie mit den Geheimnissen unseres Verhältnisses zu den Nichtjuden und unserer Finanzpolitik bekannt gemacht. Ich habe nur noch wenig beizufügen.

In unseren Händen befindet sich die größte Macht der heutigen Zeit: das Geld; innerhalb zwei Tagen können wir jeden beliebigen Betrag zurückziehen. Müssen wir da noch beweisen, dass unsere Herrschaft von Gott vorgesehen ist? Sollten wir bei einem solchen Reichtum nicht fähig sein, den Beweis zu liefern, dass alles Böse, das wir im Laufe so vieler Jahrhunderte tun mussten, schließlich doch zur wahren Wohlfahrt und zur allseitigen Ordnung geführt hat? Vielleicht wird es noch einiger Gewaltmassnahmen bedürfen, aber schliesslich wird die Ordnung hergestellt sein.

Wir werden beweisen, dass wir die Wohltäter sind, die der gequälten Welt Friede und Freiheit wiedergebracht haben; wir werden ihr Gelegenheit geben, sich der Ruhe und des Friedens zu erfreuen, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, dass unsere Gesetze geachtet werden. Gleichzeitig werden wir alle darüber aufklären, dass die Freiheit nicht in Sittenlosigkeit und Schrankenlosigkeit und dass des Menschen Kraft und Würde niemals in der Verkündigung umstürzlerischer Grundsätze wie z.B. der Gewissensfreiheit, der allgemeinen Gleichheit, bestehen kann, ebenso dass die persönliche Freiheit niemals das Recht gibt, sich oder andere durch aufrührerische Reden zu erregen. Die wahre Freiheit besteht in der Unverletzlichkeit der Person unter der Voraussetzung der Beobachtung der Gesetze des sozialen Daseins. Die Würde der Menschen besteht in der Erkenntnis seiner Rechte, nicht aber in phantastischen Ideen über die Bedeutung seines Ichs.

Unsere Herrschaft wird ruhmreich sein, weil sie mächtig sein und regieren und führen wird; sie wird sich nicht ins Schlepptau von Parteiführern und Volksrednern nehmen lassen, die leere Worte hinausschreien, die sie als ihre Grundsätze ausgeben, die aber bloße Utopien sind. Unsere Herrschaft wird der Gebieter über die Ordnung sein, die das ganze Glück der Menschen ausmacht. Das hohe Ansehen dieser Herrschaft wird ihr beim Volke mystische Anbetung und Verehrung sichern.

Wahre Macht darf von keinem Rechte, nicht einmal vor dem göttlichen Rechte zurückweichen; niemand darf es wagen, ihr nahe zu treten, um ihr auch nur das kleinste Teilchen zu rauben.

Meiner letzten Darstellung will ich nun eine ausführliche Erörterung über die inneren Anleihen hinzufügen. Über die auswärtigen Anleihen werde ich nicht mehr sprechen; sie haben unsere Kassen mit dem Gelde der Nichtjuden gefüllt; in unserem Staate aber wird es Ausländer nicht mehr geben.

Wir haben die Bestechlichkeit der hohen Staatsbeamten und die Nachlässigkeit der Herrscher ausgenützt, um unsere Gelder zwei-, drei- und mehrfach wieder hereinzubekommen, indem wir den Regierungen der Nichtjuden mehr Geld liehen, als sie unbedingt benötigten. Wer könnte uns das gleichmachen? Ich werde mich sohin nur mit den Einzelheiten der inneren Anleihen beschäftigen.

Wenn ein Staat eine Anleihe begeben will, so legt er Zeichnungslisten auf. Damit die ausgegebenen Staatspapiere von jedermann übernommen werden können, wird der Nennwert mit 100 bis 1000 festgesetzt. Den ersten Zeichner wird ein Nachlass gewährt. Am nächsten Tage kommt es zu einer Preissteigerung; angeblich wegen starker Nachfrage. Nach einigen Tagen verlautbart man, dass die Staatskassen übervoll sind, und dass man nicht mehr weiß, wohin mit dem Gelde. Wozu nimmt man es also an? Die Zeichnung übersteigt nun den aufgelegten Betrag mehrfach; und hierin liegt der besondere Erfolg, denn das Publikum hat damit sein Vertrauen zur Regierung kundgetan.

Aber wenn die Komödie zu Ende ist, steht man vor einer ungeheuren Schuld. Um die Zinsen zahlen zu können, nimmt der Staat zu einer neuen Anleihe seine Zuflucht, die die bisherige Schuld nicht beseitigt, sondern im Gegenteile vermehrt. Wenn dann das Zutrauen zum Staate endlich erschöpft ist, muss man durch neue Steuern nicht etwa die Anleihe, sondern nur die Zinsen der Anleihe abdecken. Diese Steuern stellen also eine Schuld dar, mit der man eine andere Schuld bezahlt.

Dann kommt die Zeit der Konvertierung, wodurch aber nur der Zinsfuß herabgesetzt und nicht die Schuld ( ?) wird; außerdem ist sie nur mit Zustimmung der Gläubiger durchführbar. Bei Ankündigung einer Konvertierung muss man es den Gläubigern freistellen, entweder zuzustimmen oder ihr Geld zurückzuverlangen. Wenn jedermann sein Geld zurückverlangte, würde sich der Staat im eigenen Netze fangen und wäre nicht imstande, den Rückzahlungsforderungen zu entsprechen. Glücklicherweise sind die Nichtjuden in Geldangelegenheiten wenig bewandert und haben noch immer Kursverluste und Herabsetzungen der Zinsen der Ungewissheit einer neuen Anlage vorgezogen. Dadurch gaben sie den Regierungen mehr als einmal die Möglichkeit, sich einer Schuld von mehreren Millionen zu entledigen. Bei auswärtigen Anleihen dürfen die Nichtjuden nicht wagen, auf die gleiche Art vorzugehen, da sie wohl wissen, dass wir unsere Gelder zur Gänze zurückziehen würden, was den Staatsbankrott zur Folge hätte; die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit des Staates würde gleichzeitig den Völkern beweisen, dass zwischen ihnen und ihren Regierungen jedes gemeinsame Band fehlt.

Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit auf diese Tatsache und auch auf die folgende: heutzutage sind alle inneren Anleihen in so genannte schwebende Schulden umgewandelt, das sind Schulden, die innerhalb einer mehr oder weniger kurzen Zeit zurückzuzahlen sind. Diese Anleihen werden unter Heranziehung der in den Staatsbanken oder in den Sparkassen liegenden Gelder aufgenommen. Da diese Gelder der Regierung genügend lange zur Verfügung stehen, werden sie zur Bezahlung der Zinsen der auswärtigen Anleihen verwendet und an ihrer Stelle hinterlegt die Regierung einen gleichen hohen Betrag in Rentenbriefen.

Mit solchen Schuldscheinen werden alle Abgänge in den Kassen der Staaten der Nichtjuden ersetzt. Sobald wir die Weltherrschaft angetreten haben, werden alle diese Schwindeleien aufhören, weil sie nicht unseren Interessen dienen, desgleichen werden wir alle Effektenbörsen sperren, da wir nicht dulden werden, dass das Ansehen unserer Herrschaft durch Kursschwankungen unserer Staatspapiere erschüttert wird. Durch ein Gesetz wird festgesetzt werden, dass der Nennwert gleichzeitig der Kurswert istng hat eine Kurssenkung im Gefolge, und wir haben daher Kurssteigerungen erzeugt, um den Kurs der Wertpapiere der Nichtjuden herabzudrücken.

Wir werden die Börsen durch mächtige staatliche Kreditanstalten ersetzen, deren Aufgabe es sein wird, den Kurs der Industriepapiere je nach den Wünschen der Regierung zu bestimmen. Diese Anstalten werden imstande sein, an einem einzigen Tage Industriepapiere im Werte von 500 Millionen auf den Markt zu werfen oder anzukaufen. Auf diese Weise werden alle industriellen Unternehmungen in Abhängigkeit von uns kommen. Sie können sich vorstellen, welche Macht wir uns dadurch verschaffen werden.

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2010-03-11 16:02
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