KI-Sicherheit: Die größten Risiken – und wie Gesellschaft und Technologie darauf reagieren
Mai08

KI-Sicherheit: Die größten Risiken – und wie Gesellschaft und Technologie darauf reagieren

Je leistungsfähiger KI-Systeme werden, desto lauter werden die Fragen nach ihren Risiken. Deepfakes, autonome Waffensysteme, unkontrollierbare Algorithmen und massenhafte Arbeitslosigkeit – die Schlagzeilen klingen beunruhigend. Doch was davon ist reale, heute messbare Gefahr? Was ist berechtigte Langzeitsorge? Und was ist Hysterie? Dieser Artikel gibt einen differenzierten Überblick über die wichtigsten Risikofelder und die Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden. Risikofeld 1: Deepfakes und Desinformation Deepfakes – täuschend echte, KI-generierte Bild-, Video- oder Audioaufnahmen – haben in den letzten Jahren eine neue Qualität erreicht. Was früher stundenlange professionelle Postproduktion erforderte, dauert heute Minuten und ist für jeden Internetnutzer kostenlos zugänglich. Die Konsequenzen reichen von persönlicher Rufschädigung bis hin zu politischer Manipulation in großem Maßstab. Laut einer Studie von Sensity AI hat sich die Zahl der Deepfakes online zwischen 2019 und 2023 nahezu verzehnfacht. Besonders im Kontext von Wahlkämpfen – in den USA, der EU und Indien – wurden KI-generierte Inhalte gezielt zur Desinformation eingesetzt. Gefälschte Audioaufnahmen von Politikern, manipulierte Videos von Demonstrationen und synthetische Nachrichtenartikel sind keine theoretischen Szenarien mehr. Gegenmaßnahmen: Die EU hat im AI Act eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte verankert. Microsoft und Adobe entwickeln im Rahmen der Content Authenticity Initiative (CAI) offene Wasserzeichen-Standards. Plattformen wie Meta, YouTube und X investieren in automatische Deepfake-Erkennungssysteme – mit wachsendem, aber noch unvollständigem Erfolg. Risikofeld 2: KI in der Cybersecurity KI verändert die Cybersecurity grundlegend – in beide Richtungen. Auf der Angriffsseite nutzen kriminelle Gruppen und staatliche Akteure KI, um täuschend echte Phishing-E-Mails zu generieren, Sicherheitslücken automatisch zu finden und Social-Engineering-Angriffe in einem Maßstab zu skalieren, der früher erheblichen menschlichen Aufwand erforderte. KI-generierte Stimmen täuschen Mitarbeiter bei CEO-Fraud-Angriffen; KI-Tools scannen automatisch Millionen von Zielsystemen. Auf der Verteidigungsseite ermöglichen KI-Systeme eine kontinuierliche Überwachung von Netzwerkverkehr, erkennen Anomalien in Echtzeit und reagieren auf Bedrohungen schneller als jedes menschliche Security-Team. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat KI explizit als Schlüsselthema in seiner Cybersicherheitsstrategie verankert – sowohl als Bedrohungsvektor als auch als Schutzinstrument. Risikofeld 3: Algorithmische Diskriminierung Wenn KI-Systeme Entscheidungen treffen – über Kreditwürdigkeit, Jobbewerbungen, Strafurteile oder den Zugang zu Sozialleistungen – können in den Trainingsdaten versteckte Vorurteile zu systematischer Diskriminierung führen, die schwerer zu erkennen ist als menschliche Diskriminierung. Bekannte Beispiele: COMPAS (USA): Ein Algorithmus zur Rückfallprognose bei Straftätern bewertete schwarze Angeklagte systematisch als höher rückfallgefährdet – auch wenn spätere Daten das Gegenteil zeigten. Die Studie von ProPublica löste eine weltweite Debatte über algorithmische Fairness aus. Amazon Recruiting Tool (2018): Amazons KI-gestütztes Bewerbungstool bevorzugte systematisch männliche Bewerber, weil es auf historischen Einstellungsdaten trainiert wurde, in denen Männer stark überrepräsentiert waren. Amazon stellte das Tool ein, ohne es je produktiv einzusetzen. Gesichtserkennung: Mehrere Studien – darunter vom MIT – zeigten, dass kommerzielle Gesichtserkennungssysteme...

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CBD in der Schweiz: Trends, Qualität und Regulierung
Apr30

CBD in der Schweiz: Trends, Qualität und Regulierung

Der CBD-Markt in der Schweiz gilt als einer der dynamischsten in Europa und verbindet liberale Regulierung mit hohem Qualitätsanspruch. Für Produzenten, Händler und Investoren entstehen dadurch Chancen, aber auch komplexe Anforderungen an Compliance, Produktsicherheit und Standortwahl. Die Schweiz profitiert von ihrer Rolle als Pionier im Umgang mit Hanfprodukten und von einer gut entwickelten Cannabis-Industrie. Gleichzeitig führen regulatorische Anpassungen, verändertes Konsumentenverhalten und der Eintritt professioneller Marktakteure zu einer Phase der Konsolidierung, in der sich Qualität und Transparenz zunehmend als entscheidende Wettbewerbsfaktoren durchsetzen. TL;DR – Das Wichtigste in Kürze Der Schweizer CBD-Markt ist etabliert, entwickelt sich aber von einer Nische zu einem regulierten Konsum- und Gesundheitssegment. Zentrale Qualitätskriterien sind THC-Grenzwerte, Labortests, Rückverfolgbarkeit und transparente Deklaration. Die Regulierung unterscheidet streng zwischen CBD-Produkten, Betäubungsmitteln und Medizinprodukten. Professionalisierung, Markenbildung und Omnichannel-Vertrieb prägen die aktuellen Markttrends. Immobilien- und Standortfragen gewinnen für Anbau, Verarbeitung und Retail-Konzepte an Bedeutung. Marktstruktur und zentrale Trends im Schweizer CBD-Sektor Entwicklung vom Nischenprodukt zum Breitenmarkt Der CBD-Markt in der Schweiz hat sich von einem Nischenangebot zu einem breiten Sortiment in Detailhandel, Fachgeschäften und Online-Shops entwickelt. Inzwischen finden sich CBD-Blüten, Öle, Kosmetika und diverse Spezialprodukte in unterschiedlichen Preissegmenten. Diese Ausweitung geht mit einer stärkeren Segmentierung einher: Neben preisorientierten Massenprodukten etablieren sich Premium-Marken mit Fokus auf Herkunft, Anbauart und Verarbeitung. Parallel dazu rücken funktionale Anwendungen – etwa Entspannung, Schlafunterstützung oder Regeneration – stärker in den Vordergrund, was die Nähe zu Gesundheits- und Wellnessmärkten erhöht. Professionalisierung der Anbieter und Marktbereinigung Der anfänglich fragmentierte Markt mit vielen Kleinstanbietern wird zunehmend von professionellen Unternehmen geprägt. Grössere Produzenten, verarbeitende Betriebe und spezialisierte Händler investieren in Zertifizierungen, Qualitätsmanagement und standardisierte Prozesse. Gleichzeitig führt der Wettbewerbsdruck zu einer Marktbereinigung: Anbieter ohne klare Positionierung oder unzureichende Qualität verlieren an Relevanz. Wer strukturiert in Produktion, Logistik und Retail investiert oder über etablierte Plattformen CBD kaufen möchte, orientiert sich zunehmend an Marken mit nachvollziehbaren Qualitäts- und Compliance-Standards. Qualitätsanforderungen: Von Anbau bis Endprodukt Wichtige Qualitätskriterien für CBD-Produkte Die Qualität von CBD-Produkten in der Schweiz wird im Wesentlichen durch Rohstoffherkunft, Verarbeitung und analytische Kontrolle bestimmt. Entscheidend ist insbesondere die Einhaltung der gesetzlich zulässigen THC-Grenzwerte sowie die Abwesenheit von Schadstoffen. Als zentrale Kriterien gelten: kontrollierter Hanfanbau (Indoor, Gewächshaus oder Outdoor), standardisierte Extraktionsverfahren, mikrobiologische Reinheit und genaue Deklaration der Inhaltsstoffe. Ergänzend spielt die Konsistenz von Charge zu Charge eine wichtige Rolle, um verlässliche Produkterfahrungen zu gewährleisten. Rolle von Labortests und Zertifizierungen Unabhängige Labortests sind ein zentrales Instrument, um die Sicherheit und Zusammensetzung von CBD-Produkten zu belegen. Analysiert werden typischerweise Cannabinoidprofil, Gehalt an THC und CBD, mögliche Rückstände von Pestiziden, Schwermetallen oder Lösungsmitteln sowie mikrobiologische Parameter. Seriöse Anbieter stellen Analysezertifikate (Certificates of Analysis) transparent zur Verfügung und verknüpfen diese idealerweise mit Chargennummern. Ergänzende Qualitätsstandards, etwa aus der...

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Schweizer Kantone: Zwischen Wirtschaftswachstum und Defiziten
Okt07

Schweizer Kantone: Zwischen Wirtschaftswachstum und Defiziten

Der wirtschaftliche Zustand der Schweizer Kantone präsentiert sich 2025 äusserst vielschichtig. Während einige Regionen robust wachsen oder Überschüsse verbuchen, kämpfen andere mit Defiziten und strukturellen Herausforderungen. Die Kantone haben im laufenden Jahr ihre Budgets für 2025 vorgelegt – knapp die Hälfte rechnet mit roten Zahlen, während die übrigen Kantone positive Resultate verzeichnen. Zug und Basel-Stadt mit höchstem BIP Besonders stechen Zürich, Zug und Basel-Stadt durch ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit und über dem Schweizer Durchschnitt liegenden Bruttoinlandsprodukten (BIP) hervor. Zürich führt das nationale Ranking mit einem BIP von rund 165 Milliarden Franken an, Basel-Stadt glänzt mit dem höchsten BIP pro Kopf und einem grossen Handelsbilanzüberschuss von über 47 Milliarden Franken. Die kantonale Steuerpolitik, innovative Unternehmen und ein diversifizierter Arbeitsmarkt tragen in diesen Regionen wesentlich zur Stabilität bei. Dazu gehören auch Zug und Aargau, die langfristig die besten Wachstumsaussichten besitzen. Steigende Ausgaben belasten viele Kantone Demgegenüber sehen sich Kantone wie Waadt und Bern mit beträchtlichen Defiziten konfrontiert. Der Kanton Waadt erwartet für 2025 ein Minus von 303 Millionen Franken – das höchste Defizit seit einem Vierteljahrhundert. Bern konnte in diesem Jahr zwar einen Überschuss erzielen, leidet aber traditionell unter schwächerem Wachstum als die Wirtschaftszentren. Auffällig ist, dass die Ausgaben im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich in vielen Kantonen zuletzt deutlich gestiegen sind. Diese Bereiche bilden mit Abstand die grössten Brocken in den Haushalten, insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und wachsender sozialer Anforderungen. Neue Schulden für Investitionen Ein weiteres Problem sind die teils unsicheren Gewinnausschüttungen der Nationalbank, welche die kantonalen Budgets beeinflussen und den Spardruck erhöhen. Ausserdem erfordern Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur oft neue Schuldenaufnahme. Die Steuerpolitik bleibt ein Mittel zur Standortsicherung: Einige Kantone wie Bern und Neuenburg planen Steuersenkungen; Thurgau zieht hingegen Steuererhöhungen in Erwägung. Unterschiedliche kantonale Entwicklungen Die volkswirtschaftliche Entwicklung verläuft kantonal unterschiedlich. Laut dem Swiss Reco Index wuchsen die Wirtschaftszahlen im Sommer insbesondere in Basel-Stadt, Genf und Zürich mit 1,3 bis 1,8 Prozent, während Waadt und Bern einen Rückgang verzeichneten. Die Bergkantone und einige Grenzregionen kämpfen naturgemäss mit geringeren langfristigen Wachstumsperspektiven und geringem BIP pro Kopf, etwa Jura, Graubünden und Wallis. Bildnachweis: Pixabay, 867162,...

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Der digitale Wandel: Smartphones als neue Kassenlösung
Aug05

Der digitale Wandel: Smartphones als neue Kassenlösung

In einer Welt, die sich immer mehr in Richtung Digitalisierung bewegt, ist es kein Wunder, dass auch der Zahlungsverkehr eine Transformation durchläuft. Smartphones übernehmen zunehmend die Rolle von POS-Terminals, und das nicht nur in grossen Unternehmen, sondern auch in kleinen, nachhaltigen Betrieben. Diese Entwicklung ist nicht nur technologisch spannend, sondern auch ein Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren und benutzerfreundlicheren Zukunft. Die Rolle von Smartphones in der modernen Zahlungstechnologie Smartphones sind längst mehr als nur Kommunikationsgeräte. Sie haben sich zu leistungsfähigen Alleskönnern entwickelt, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben zu bewältigen, zu denen auch das Abwickeln von Zahlungen gehört. Die Möglichkeit, ein Smartphone als POS-Terminal zu nutzen, bietet zahlreiche Vorteile. Durch die Integration von NFC-Technologie und speziellen Apps können Transaktionen schnell und sicher verarbeitet werden. Diese Technologie ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv, die sich teure Kartenlesegeräte nicht leisten können oder wollen. Ein weiterer Vorteil besteht in der Portabilität. Ein Smartphone ist leicht und kann problemlos überall hin mitgenommen werden, was es ideal für Unternehmen macht, die auf Märkten, Messen oder Pop-up-Events tätig sind. Diese Flexibilität erlaubt es Unternehmern, ihre Dienstleistungen und Produkte ohne grossen Aufwand an verschiedenen Orten anzubieten. Smartphones sind kostengünstiger als herkömmliche POS-Systeme Sie ermöglichen den Einsatz von modernen Technologien wie NFC Kompatibilität mit verschiedenen Zahlungsmethoden, einschliesslich digitaler Wallets Nachhaltigkeit und Technologie: Eine Symbiose Nachhaltigkeit ist in der modernen Geschäftswelt nicht mehr nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Unternehmen, die auf umweltfreundliche Praktiken setzen, profitieren nicht nur von einem besseren Image, sondern tragen auch aktiv zum Schutz unseres Planeten bei. Die Nutzung von Smartphones als POS-Terminals passt perfekt in dieses Bild. Zum einen reduziert der Einsatz von Smartphones den Bedarf an zusätzlichen Geräten. Die Produktion von elektronischen Geräten ist ressourcenintensiv, und indem ein Smartphone mehrere Funktionen übernimmt, werden Ressourcen gespart. Zudem sind Smartphones in der Regel energieeffizienter als herkömmliche Kassensysteme, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt. Ein weiterer Punkt ist die Reduzierung von Papierabfällen. Durch die Digitalisierung von Belegen und Rechnungen wird der Bedarf an Papierbelegen minimiert. Kunden können ihre Quittungen per E-Mail oder App erhalten, was nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch die Verwaltung und Nachverfolgung von Transaktionen erleichtert. Kundenfreundlichkeit und Sicherheit Die Nutzung von Smartphones als POS-Terminals bringt auch zahlreiche Vorteile für die Kunden mit sich. Die Bezahlung per Smartphone ist schnell und unkompliziert. Kunden können ihre Einkäufe mit einem einfachen Tap oder Scan abschliessen, was den Bezahlvorgang erheblich beschleunigt. Sicherheit ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Moderne Zahlungstechnologien bieten eine hohe Sicherheit durch Verschlüsselung und Authentifizierungsmethoden wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung. Diese Sicherheitsmassnahmen sorgen dafür, dass sowohl die Daten der Kunden als auch die der Unternehmen geschützt sind. Zudem sind digitale Zahlungen oft...

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Co2-Emissionen: Alternative Herstellung von Paracetamol – mit Bakterien und Plastikflaschen
Jun25

Co2-Emissionen: Alternative Herstellung von Paracetamol – mit Bakterien und Plastikflaschen

Das bekannte Schmerzmittel Paracetamol wurde bisher in erster Linie aus Erdöl gewonnen. Jetzt haben Forscherinnen und Forscher einen Weg gefunden, das Medikament umweltfreundlicher herzustellen – mit Bakterien, die dazu Plastikmüll verwerten. Darmbakterien als Problemlöser Akademikern der University of Edinburgh ist es gelungen, einen Weg für die Herstellung von Paracetamol zu finden, der völlig ohne Erdöl und CO2-Emssionen auskommt – die Fachzeitschrift „Nature Chemistry“ hatte zuerst darüber berichtet. Die Forscher fanden heraus, das eine bestimmte chemische Reaktion – der sogenannte Lossen-Abbau – auch unter Bedingungen herbeigeführt werden kann, die biokompatibel sind. Normalerweise wäre der klassische Lossen-Abbau für Escherichia coli-Darmbakterien (E. coli) zu hart, um sie für den Abbau von PET-Plastikmüll zu verwenden. Aber das Forscherteam aus Schottland fand heraus, dass Phosphat im Innern der Bakterien als Katalysator bei milden Temperaturen funktioniert. Das ermöglicht eine nicht-biochemische Reaktion in einer lebenden Zelle. Umwandlung in Paracetamol Wichtiger Bestandteil dieser Reaktion ist Terephthalsäure, die chemisch einem Grundbestandteil von PET ähnelt. Das inspirierte die Forscherinnen und Forscher dazu die Terephthalsäure aus der Hydrolyse alter PET-Flaschen zu gewinnen. Präparierte E.-coli-Stämme konnten daraufhin mithilfe der veränderten Terephthalsäure durch den Lossen-Abbau Para-Aminobenzoesäure (Paba) produzieren, den die E.-coli-Bakterien zum Wachstum benötigen. Nachdem das Forscherteam einem E.-coli-Stamm ein Gen aus einem Pilz und einem anderen Stamm ein weiters Gen aus einem Bakterium eingepflanzt hatten, fingen die aus diesen Genen abgeleiteten Enzyme an, Paba in Paracetamol umzuwandeln. Paracetamol-Ertrag von 92 Prozent Nachdem die schottischen Forscherinnen und Forscher den Prozess weiter optimierten, konnte der Paracetamol-Ertrag von anfänglich 29 Prozent auf 92 Prozent des ursprünglichen Substrats gesteigert werden. Dabei wird für den ganzen Prozess nur ein Gefäss benötigt, was für die industrielle Fertigung von Vorteil ist. Die kommerzielle Produktion des so gewonnenen Paracetamols ist nun der nächste Schritt. Er beweist das enorme Potenzial, welches die technische Biologie besitzt, um von fossilen Stoffen loszukommen, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu kreieren und nachhaltige Chemikalien zu entwickeln. Bildnachweis: Pixabay, 123081,...

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Private Equity als Baustein der Altersvorsorge: Chancen und regulatorische Herausforderungen
Mai12

Private Equity als Baustein der Altersvorsorge: Chancen und regulatorische Herausforderungen

Die Suche nach nachhaltiger Rendite bei gleichzeitigem Risikoausgleich prägt seit Jahren die strategische Ausrichtung institutioneller Altersvorsorgeeinrichtungen. In diesem Kontext gewinnt Private Equity zunehmend an Bedeutung. Anders als traditionelle Anlageformen bietet diese Assetklasse nicht nur die Möglichkeit, sich an der Entwicklung nicht-börsennotierter Unternehmen zu beteiligen, sondern auch langfristige Wertsteigerungspotenziale zu erschliessen, die klassische Rentenbausteine nicht bieten. Die langfristige Kapitalbindung, verbunden mit unternehmerischem Risiko, erfordert jedoch fundierte Anlagestrategien, tiefgreifende Marktkenntnisse und ein präzises regulatorisches Verständnis. Private Equity ist kein kurzfristiger Renditetreiber – sondern ein stabilisierendes Element mit langfristigem Horizont. Gerade Versorgungseinrichtungen, die über entsprechend planbare Kapitalflüsse verfügen, können von dieser Struktur profitieren. Doch neben den Chancen stellen komplexe gesetzliche Anforderungen eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Private Equity im Altersvorsorgeportfolio: Relevanz, Risikostruktur und Renditepotenzial Die Integration von Private Equity in ein Altersvorsorgeportfolio basiert auf der Erkenntnis, dass klassische Anlageklassen wie Anleihen und öffentlich gehandelte Aktien zunehmend an Attraktivität verlieren. Niedrige Zinsen und volatile Märkte haben den Druck erhöht, alternative Ertragsquellen zu erschliessen. Private Equity bietet in diesem Zusammenhang einen Zugang zu unternehmerischem Wachstum jenseits der Kapitalmärkte. Beteiligungen an innovativen, wachstumsstarken Unternehmen erlauben nicht nur attraktive Ertragschancen, sondern auch eine geringere Korrelation mit traditionellen Märkten – ein entscheidender Diversifikationsvorteil für Pensionskassen und Versorgungswerke. Allerdings erfordert dieser Zugang ein tiefes Verständnis für die spezifischen Risikostrukturen der Private-Equity-Branche. Illiquidität, lange Kapitalbindungsdauern und das Fehlen einer täglichen Bewertung verlangen von institutionellen Anlegern Geduld und ausgefeilte Strategien zur Mittelallokation. Die Risikoprämie, die Private Equity bietet, ist nicht bloss rechnerisch nachvollziehbar – sie zeigt sich langfristig im überdurchschnittlichen Performancepotenzial. Ein Renditerechner, der diese Anlageklasse berücksichtigt, muss Faktoren wie Vintage Year, Investitionszeitpunkt und Exit-Marktbedingungen dynamisch abbilden. Für Experten liegt die Herausforderung nicht im Zugang zum Kapitalmarkt, sondern in der strukturierten Bewertung nicht-börslicher Renditechancen bei gleichzeitigem Risikomanagement. Langfristige Kapitalbindung versus Flexibilitätsanforderungen: Ein Balanceakt für Versorgungseinrichtungen Institutionelle Altersvorsorgeeinrichtungen stehen vor der Aufgabe, langfristige Verpflichtungen gegenüber ihren Mitgliedern mit einem gleichzeitig ausreichenden Mass an Liquidität abzusichern. Genau hier liegt der kritische Punkt bei der Integration von Private Equity in die strategische Asset Allokation: Die Kapitalbindung ist langfristig und oftmals nur schwer planbar. Kapitalabrufe erfolgen nicht linear, Rückflüsse sind abhängig von Exit-Zeitpunkten der Fondsbeteiligungen – eine präzise Steuerung ist nur begrenzt möglich. Diese Eigenheiten fordern ein robustes Cashflow-Management, das mit klassischen Anlagen in kurzfristig liquide Werte kombiniert werden muss. Eine unzureichende Liquiditätsplanung kann im schlimmsten Fall zu einer Unterdeckung führen, wenn Zahlungsströme nicht zeitgerecht bedient werden können. Moderne Versorgungsträger reagieren auf diese Herausforderung mit modellierten Liquiditätsszenarien, der Einbindung von Secondaries oder der Auswahl von Fondsmanagern mit bewährten Rückflussstrategien. Die Balance zwischen langfristiger Rendite und operativer Flexibilität ist dabei essenziell. Sie lässt sich nur dann bewältigen, wenn Private Equity nicht isoliert, sondern als...

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